Kommunalwahlen am 14. September

Die Linke in Marl

Aktuelle Nachrichten zur Kommunalwahl

Unser Kommunalwahlprogramm 2025

Die Linke Marl

Wir gehen mit klaren Vorstellungen und einem starken Programm in die Kommunalwahl 2025. In unserem Kommunalwahlprogramm haben wir unsere Ideen und Ziele für die kommenden Jahre zusammengefasst. Dabei… Weiterlesen

Die Linke Marl hat ihre 22 Direktkandidat*innen und die Reserveliste für die Wahl des Stadtrats aufgestellt. Damit wird Die Linke am 14. September im gesamten Stadtgebiet wählbar sein. Weiterlesen

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Kommunalwahlprogramm 2025

 

Unser Kommunalwahlprogramm 2025

Soziale Gerechtigkeit sind für uns keine leeren Worte, sondern das Fundament einer lebenswerten und solidarischen Stadtgesellschaft. Statt die Gewinne einiger Weniger zu sichern, muss die Kommunalpolitik das Wohlergehen aller Bürger:innen in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen eine Stadt, in der niemand zurückgelassen wird. Wir setzen uns für eine Politik ein, die Armut aktiv bekämpft und die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, unabhängig von Einkommen, Alter oder Herkunft.

Was wir wollen:

  • Öffentliche Daseinsvorsorge gewährleisten: Die Stadt muss ihre Verantwortung für soziale Dienstleistungen wahrnehmen und die öffentlichen Unternehmen sowie den öffentlichen Dienst stärken.
  • Eine kostenlose Sozialberatung soll für alle Menschen zur Verfügung stehen und Soziallotsen gestärkt werden.
  • Kommunaler Härtefallfonds: Einrichtung eines Fonds für Menschen in akuten Notlagen (z. B. Stromsperren, medizinische Notfälle), damit niemand durch plötzliche Krisen in Armut fällt.
  • Energie- und Heizkostenberatung: Einführung einer Beratung zu Energiesparen, Umstellung auf bezahlbare, nachhaltige Energien als Schutz vor Energiearmut.
  • Psychische Beratungsstellen müssen erweitert und neue Therapieplätze geschaffen werden.
  • Stadtteilzentren für alle: Wir wollen soziale Begegnungsstätten und Anlaufstellen für alle Bürger:innen einrichten und fördern.
  • Initiativen wie die Tafel und Fairteiler müssen gefördert und erweitert werden. Tauschbörsen für Bücher, Kleidung und andere nützliche Alltagsgegenstände sollen in/an öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden.
  • Frauen und Kinder schützen: Die Kapazitäten in diesem Bereich müssen ausgebaut und dauerhaft finanziert werden. Wir fordern konkret ein Frauenhaus in Marl und ein Konzept zur Trennung von Frauen und Männern in Obdachlosenunterkünften. Gleiches fordern wir für FLINTA* und queere Menschen.
  • Hilfen für Jugendliche und junge Erwachsene: Wir fordern Notschlafstellen für Jugendliche und junge Erwachsene, um deren Schutz ZU gewähren.
  • Inklusion und Barrierefreiheit: Marl muss zu einer wirklich inklusiven Stadt werden. Wir fordern den Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum und in allen städtischen Einrichtungen, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.
  • Unterstützung für Senioren: Mehr Treffpunkte und Beratungsangebote für ältere Menschen, Ausbau von haushaltsnahen Hilfen und mobiler Pflegeunterstützung.

Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. In Marl wollen wir allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die besten Startchancen ermöglichen unabhängig von Einkommen und Status der Eltern. Bildungseinrichtungen müssen Orte sein, an denen junge Menschen sich wohlfühlen, gefördert werden und mitbestimmen können. Marl soll eine Stadt für junge Menschen sein, die als gleichberechtigte Bürger:innen ernst genommen werden.

Frühkindliche Bildung und Kinderbetreuung

Was wir wollen:

  • Gebührenfreie Kitas: Wir fordern die komplette Abschaffung aller Elternbeiträge für Kindertagesstätten und offene Ganztagsschulen (OGS). Bildung und Betreuung müssen kostenlos sein, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben. 
  • Qualität statt Kommerz: Wir lehnen den kommerziellen Betrieb von Kindertagesstätten ab. Stattdessen setzen wir uns für den konsequenten Ausbau gemeinnütziger und städtischer Einrichtungen ein, um die Qualität und die Verfügbarkeit von Kita-Plätzen zu sichern.
  • Wir wollen Betriebskindertagesstätten in Ämtern und öffentlichen Einrichtungen.
  • Ausreichend Personal: Der Betreuungsschlüssel muss so verbessert werden, dass eine kindgerechte und individuelle Förderung möglich ist. Wir fordern die Attraktivität von pädagogischen Berufen zu erhöhen und die Fachkräftesuche aktiv zu unterstützen.
  • Die Ferienbetreuungsangebote sollen deutlich erweitert werden.

Schulen fit für die Zukunft

Was wir wollen:

  • Sanierung und Instandhaltung: Die Sanierung der Marler Schulen muss beschleunigt werden. Wir fordern einen Schulentwicklungsplan, der verbindliche Zeitpläne für die Modernisierung von Gebäuden, sanitären Anlagen und Sportstätten festlegt. 
  • Digitale Chancengleichheit: Jede Schule muss eine leistungsfähige und sichere digitale Infrastruktur erhalten. Dazu gehören nicht nur stabile WLAN-Netze und moderne Endgeräte, sondern auch gut ausgebildete Fachkräfte die IT-Systeme betreuen und warten.
  • Kostenfreie Mobilität: Wir fordern die Einführung eines kostenlosen Deutschlandtickets für alle Schüler:innen, um ihnen die Teilhabe an Freizeit- und Bildungsangeboten zu ermöglichen.
  • Inklusion und Vielfalt: Schulen müssen Orte der Inklusion sein. Wir setzen uns für eine stärkere finanzielle und personelle Ausstattung von Integrations- und Inklusionsangeboten ein, um allen Schüler:innen gerecht zu werden.

Teilhabe und Jugendförderung

Was wir wollen:

  • Jugendbeteiligung stärken: Junge Menschen müssen bei Entscheidungen, die sie betreffen, aktiv mitreden können. Wir fordern eine Stärkung des KiJuPa, das bei städtischen Projekten und Planungen wie der Gestaltung von Spielplätzen, Freiflächen oder Kulturzentren verbindlich eingebunden wird.
  • Freiräume und Freizeitangebote: Wir setzen uns für den Erhalt und den Ausbau von Jugendzentren, Sportstätten und nicht-kommerziellen Freizeiteinrichtungen ein. Es braucht mehr bezahlbare Angebote und offene Treffpunkte, die von jungen Menschen selbst mitgestaltet werden können.
  • Bildung und Prävention: Die Stadt Marl muss Bildungs- und Präventionsangebote zu Themen wie Diskriminierung, Sexismus und Queerfeindlichkeit an Schulen und in Jugendzentren fördern, um ein respektvolles und solidarisches Miteinander zu stärken.
  • Kultur für alle: Kulturelle Angebote müssen für Kinder und Jugendliche kostenlos oder stark vergünstigt sein. Wir fordern die Einführung eines Kulturpasses für Jugendliche, der ihnen freien oder rabattierten Eintritt in Museen, Theater und Konzerte ermöglicht.
  • Deutschlandticket für alle leistbar: Wir wollen, dass auch Auszubildende und FSJ-ler das Deutschlandticket vergünstigt erhalten.

Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware! Auch in Marl explodieren die Mieten, während der Bestand an Sozialwohnungen seit Jahrzehnten sinkt. Viele Bürger:innen geben einen untragbar hohen Anteil ihres Einkommens für Miete aus. Diese Entwicklung ist das Ergebnis von Privatisierungen, spekulativen Leerständen und der Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus. Wir wollen dem entschieden entgegentreten und die Wohnraumversorgung wieder als zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand begreifen. Unser Ziel ist eine sozial gerechte, ökologische und demokratisch mitgestaltete Stadtentwicklung, die für alle Marler:innen bezahlbares und gutes Wohnen ermöglicht.

Was wir wollen:

  • Sozialen Wohnungsbau stärken: Mindestens 30 % sozialer Wohnungsbau bei allen Neubauprojekten. Orientiert an den Bedarfen vor Ort, insbesondere für kleine und barrierefreie Wohnungen. Dafür soll auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft neuma gestärkt werden.
  • Keine Spekulation mit städtischem Boden: Städtische Grundstücke sollen nicht verkauft, sondern vorrangig in Erbpacht vergeben werden.
  • Einführung der Grundsteuer C: Unbebaute, aber baureife Grundstücke sollen stärker besteuert werden und bewohnte Grundstücke entlastet. Mögliche Steuermehreinnahmen sollen unter anderem für soziale Infrastruktur und Wohnungsbau genutzt werden.
  • Zweckentfremdung bekämpfen: Einführung einer Zweckentfremdungssatzung gegen Leerstand und Umwandlung von Wohnraum in Gewerbe oder Ferienwohnungen. Kein vermeidbarer Abriss von Wohnungen ohne Ersatz.
  • Den Menschen unter die Arme greifen: Einrichtung einer städtischen Stelle zur Unterstützung von Wohnungssuchenden. Unterstützung von Mietern bei Mietwucher und Pflichtverletzungen des Vermieters.
  • Housing First umsetzen: Wohnungslosigkeit soll durch direkten Zugang zu Wohnungen mit begleitender Sozialarbeit bekämpft werden. Die Stadt soll sich auf Pilotprojekte bewerben und diese aktiv fördern.
  • Demokratischer Wohnungsbau: Mehr Mitbestimmung von Bürger:innen bei Bauprojekten, z. B. über öffentliche Foren und temporäre Bürgerräte.
  • Barrierefreie und altersgerechte Wohnformen sollen im Neubau und bei Sanierungen berücksichtigt werden.
  • Sozial ausgewogene Wohngebiete schaffen: Keine reinen Luxus- oder Sozialbausiedlungen. Kulturelle Angebote, Spielflächen und Bus- und Bahnanbindung sollen alle erreichen.
  • Gründung einer kommunalen Stadtentwicklungsgesellschaft: Diese soll aktiv auf eine sozial ausgewogene Bebauung hinwirken. Bürger sollen sich stärker an der Stadtentwicklung beteiligen können.
  • Jahnstadion Wald schützen: Keine Bebauung der grünen Lunge von Hüls! Das Gebiet als Sportstätte, Naherholungs- und Kulturort sichern.

Marl hat den Klimanotstand ausgerufen, hieraus folgt: Bei allen Baumaßnahmen müssen mögliche Klimabelastungen berücksichtigt und konsequent vermieden werden. Es gibt immer häufiger Wetterereignisse, Starkregen, Hitzetage u.a., die bei Bauplanungen und im öffentlichen Raum Berücksichtigungen finden müssen. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung muss demokratisch gestaltet werden.

Was wir wollen:

  • Vorhandene oder mögliche erneuerbare Energiequellen, wie Grubenwasser und -gas, Sonne, Wind und Biomasse müssen bevorzugt benutzt werden. Die Stadtwerke Marl können hier eine entscheidende Rolle spielen.
  • Die Sanierung industrieller Altlasten ist konsequent zu betreiben. Städtische Grünflächen sind als diese zu erhalten und sollen möglichst als Blüh- und Bienenwiesen umgestaltet werden.
  • An öffentlichen Plätzen, besonders denen mit wenig Bäumen und Schattenwurf, muss es Punkte geben zur Abkühlung an Hitzetagen.
  • Erarbeitung eines kommunalen Wärmeplanes.
  • Ausbau des Fernwärmenetzes, unter Berücksichtigung von Grubenwasser und Gas auf AV 1/2  und 3/7 zur Energiegewinnung.
  • Auf großflächigen Dächern und Parkplätzen, Bau von Bürgerschaftsdächern für PV-Anlagen.
  • Die Baumschutzsatzung Marl ist zu überprüfen, zu verbessern und konsequent umzusetzen.
  • Ausgleichspflanzungen sind auf dem Gebiet der Stadt Marl durchzuführen.
  • Im Flächennutzungsplan festgelegte Bebauungsflächen, sollen auf Altlasten untersucht, wenn nötig saniert und für die Bebauung nutzbar gemacht werden.

Tierschutz ist ein wesentlicher Bestandteil einer solidarischen und verantwortungsvollen Stadtgesellschaft. Tiere sind Mitgeschöpfe, die nicht ausgebeutet oder vernachlässigt werden dürfen. Es ist unsere Aufgabe, ihre Rechte zu achten und für bestmögliche Lebensbedingungen zu sorgen.

Was wir wollen:

  • Auch Tiere haben Rechte: Jedes Tier hat das Recht auf Versorgung, Schutz und Zuflucht. Wir wollen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, um dieses Recht auch in Marl zu sichern.
  • Wir wollen, dass das Tierheim Marl fortlaufend finanziell unterstützt wird. Bei pflegerischen Maßnahmen soll die Stadt mit Maschinen und ggf. Personal das Tierheim unterstützen.
  • Einnahmen aus der Hundesteuer sollen an das Tierheim Marl als regelmäßiger Zuschuss gehen.
  • Wir wollen ein nächtliches Betriebsverbot für Mähroboter einführen, um den Tod und schwere Verletzungen bei Igeln, Katzen und anderen kleinen Tieren zu vermeiden.
  • Ausweisung einer Hundewiese.

Marl braucht eine Verkehrswende. Für Gewerbegebiete, müssen Verkehrs- und Lärmschutzpläne entwickelt werden. An diesen müssen die Anwohnenden mit beteiligt werden. Der Radentscheid muss weiter umgesetzt werden. Fußwege müssen gegenüber Straßen und Radwegen gleichwertig behandelt werden.

Was wir wollen:

  • Zur Aufschüttung der Halde Brinkfortsheide muss die Öffentlichkeit fortlaufend von der Stadt informiert werden.
  • Unverzüglich muss ein Verkehrs- und Lärmschutzkonzept für GateRuhr mit Bürgerbeteiligung erarbeitet werden. Das gilt ab der Autobahn-Abfahrt Marl-Hamm.
  • Sofortige frühzeitige Bürgerbeteiligung für die neue Autobahnabfahrt im Bereich der Hülsbergstraße.
  • Der Loemühlenweg darf nicht zum Autobahnzubringer ausgebaut werden. Der Fuß- und Radverkehr im Bereich der Loemühle und des Teiches, muss Vorrang haben.
  • Abseits der Hauptverkehrswege soll schrittweise Tempo 30 geprüft und eingeführt werden.

Marl ist eine vielfältige Stadt, geprägt von Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Sprachen und Kulturen. Wie das gesamte Ruhrgebiet ist Marl seit Jahrzehnten ein Ort der Einwanderung. Arbeitsmigration, Flucht und die Ansiedlung neuer Gemeinschaften haben unsere Stadt geprägt und bereichert. Integration gelingt dort am besten, wo sie aktiv gestaltet, unterstützt und als gemeinsame Aufgabe verstanden wird. Wir setzen uns für eine menschenwürdige Aufnahme, gleiche Chancen und Teilhabe aller Menschen unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus ein.

Was wir wollen:

  • Verlässliche Integrationsangebote: Die Stadt Marl muss Integrations- und Teilhabeangebote langfristig sichern und ausbauen, von der Sozialberatung über Bildung bis zu Freizeitmöglichkeiten.
  • Sprachförderung von Anfang an: Frühzeitige und kostenlose Deutschkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie Erhalt und Förderung von Herkunftssprachen.
  • Abbau von Sprachbarrieren im Alltag: Mehrsprachige Informationen und Formulare bei allen städtischen Dienstleistungen sowie Dolmetschangebote in städtischen Einrichtungen und Behörden.
  • Zugang zu Arbeit, Bildung und Wohnen: Unterstützung bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen, gezielte Ausbildungs- und Praktikumsprogramme und eine diskriminierungsfreie Wohnungsvergabe.
  • Niedrigschwellige kulturelle Angebote: Veranstaltungen, Stadtteilfeste, Begegnungsräume und Sportangebote sollen niedrigschwellig beworben und umgesetzt werden und so interkulturelle Begegnung fördern.
  • Menschenwürdige Unterbringung: Keine Massenunterkünfte, sondern dezentrale, sichere und angemessene Wohnformen. Standards für Privatsphäre, Sicherheit und Hygiene müssen eingehalten werden.
  • Träger in Geflüchtetenunterkünften sollen ein verbindliches Konzept zum respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang mit Geflüchteten vorlegen müssen.
  • Als vulnerable Gruppe, die besonders oft von Diskriminierung betroffen ist, brauchen Geflüchtete besonderen Schutz. Deshalb müssen alle in Unterkünften eingesetzten Mitarbeitenden grundsätzlich ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
  • Psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Geflüchtete: Die psychologische Beratungsstelle soll ein spezielles, kultursensibles Angebot für Geflüchtete mit Flucht- und Kriegstraumata entwickeln und bereitstellen.
  • Solidarität in Krisenzeiten: Bei steigenden Geflüchtetenzahlen darf es keine Verteilungskämpfe bei Unterbringung und Unterstützung geben. Die Stadt muss auf kurzfristige Aufnahmen vorbereitet sein.

Friedenspolitik

Die Bundesregierung spricht davon, dass unser Land kriegstüchtig werden muss. Wir, Die Linke Marl hingegen wollen, dass unser Land und natürlich auch unsere Stadt, friedenswillig bleibt. Für die Bundeswehr werden über Nacht 500 Milliarden Euro locker gemacht, während die Schulen und andere soziale Einrichtungen vergammeln. Unsere Schulen sollen Friedensschulen bleiben

Was wir wollen:

  • Kein Unterricht durch Jugendoffiziere der Bundeswehr
  • Keine Werbeauftritte der Bundeswehr in Schulen und gegenüber jugendlichen und Kindern.
  • Werbeverbot für die Bundeswehr gegenüber Jugendlichen in Schule, Jugendzen­tren, Jobmessen und Arbeitsagenturen.
  • Friedensbildung durch Auf- und Ausbau von Projekten zur Friedens- und Demokra­tiebildung.

Erinnerungskultur

Die Naziherrschaft von 1933 bis 1945 hat auch in Marl tiefe Spuren hinterlassen. Es gab Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangenenlager. Es gab Bürger:innen der Stadt, die wegen ihres Glaubens, ihrer Überzeugungen, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft oder ihrer Krankheiten oder Behinderungen verfolgt und ermordet wurden.

Was wir wollen:

  • Stolpersteine für alle namentlich bekannten Menschen aus Marl, die während der Nazidiktatur ermordet wurden.
  • Gedenktafeln an allen Standorten von Zwangsarbeiter:innen- und Gefangenenlagern aus dieser Zeit.
  • Wir wollen eine Prüfung, ob es schwangere Zwangsarbeiterinnen in Marl gab, die nach Waltrop in ein Frauenlager gebracht wurden. Hier wurde bis zum sechsten Monat abgetrieben. Frauen mussten unter entsetzlichen Bedingungen entbinden. Kaum ein Kind hat dieses Lager lebend verlassen.
  • In einer Prüfung soll festgestellt werden, ob es in Marl Straßennamen von Rassist:innen und Antisemit:innen gibt und deren Umbenennung.
  • Bildung und Aufklärung: Ausbau schulischer und außerschulischer Projekte zur Demokratieförderung und gegen Rechtsextremismus in Zusammenarbeit mit Vereinen, Gewerkschaften und antifaschistischen Initiativen.
  • Besuche von KZ-Gedenkstätten: Die Stadt soll Schulen dabei unterstützen, dass alle Schüler:innen im Laufe ihrer Schulzeit eine KZ-Gedenkstätte besuchen können.

Antifaschismus

Rechter Hass, Rassismus und Ausgrenzung gefährden das Zusammenleben in unserer Stadt. Marl hat eine lange Tradition der Solidarität und darf keinen Raum für Rechtsextremismus, Antisemitismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bieten. Antifaschismus ist eine zentrale Aufgabe vor Ort und bedeutet, Demokratie im Alltag zu schützen und allen Menschen ein sicheres Leben zu ermöglichen.

Was wir wollen:

  • Kein Platz für Rechts: Konsequente Ablehnung jeder Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien, Organisationen und Gruppierungen. Öffentliche Räume und Gelder der Stadt dürfen nicht für rechte Veranstaltungen genutzt werden.
  • Stärkung von Beratungs- und Meldestellen: Unterstützung von Initiativen gegen Rassismus, rechte Gewalt und Diskriminierung; Einrichtung einer städtischen Anlaufstelle für Betroffene.
  • Zeitzeug:innen-Programme: Wir wollen Programme fördern,
    bei denen Zeitzeug:innen oder deren Nachkommen („Zweitzeugen“) mit Schüler:innen ins Gespräch kommen und ihre Fragen beantworten.
  • Zivilgesellschaft stärken: Förderung von Bündnissen, Vereinen und Bürgerinitiativen, die sich gegen rechte Hetze und für eine offene Stadtgesellschaft einsetzen.
  • Sichtbare Zeichen setzen: Teilnahme der Stadt an Bündnissen und Aktionen gegen Rechts, Unterstützung von antifaschistischen Demonstrationen und kulturellen Gegenveranstaltungen.

Die Kommunen dürfen nicht länger kaputtgespart werden. Denn wir brauchen gut funktionierende kommunale Betriebe, gut ausgestattete Schulen und Kindergärten. Auch die Verwaltung braucht ausreichend Personal und bessere, moderne Ausstattung.

Was wir wollen:

  • Es muss eine umfassende Altschuldenübernahme für alle Städte und Gemeinden geben, z.B. Altschuldenfond.
  • Das Konnexitätsprinzip (wer bestellt, der bezahlt) muss eingehalten werden. Den Haushalt der Stadt Marl belasten besonders die Sozialausgaben, die nicht vom Bund oder dem Land NRW bezahlt werden.
  • Bei Vergaben sollen grundsätzlich ökologische und soziale Aspekte berücksichtig werden. Es soll keine Vergaben an Unternehmen geben, die keine Tarifbindung haben.
  • Keine Kürzungen bei sozialen Leistungen: Haushaltssicherungskonzepte dürfen nicht auf Kosten von Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur umgesetzt werden.
  • Transparenz für die Bürger:innen: Wir wollen regelmäßige öffentliche Berichte über Kosten, Zeitpläne und Baufortschritt bei Bauprojekten und Sanierungen. Alle Gutachten, Planungen und Kostenaufstellungen müssen veröffentlicht werden.
Unsere Kandidat*innen auf der Reserveliste:
 
1. Michel Reitzner
2. Larissa Kolakowski
3. Werner Hesse
4. Marie Horstmann
5. Peter Niels
6. Lilo Jäger
7. Nico Scharf
8. Laura Sett
9. Anselm Jäger
10. Kati Groß
11. Julian Firlus
12. Noelle Jeschonnek
13. Chiara Streitberger
14. Lena Schäfer
15. Andre Lunev
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Direktkandidat*innen:
 
WB 1 Jasmin Babbe
WB 2 Lilo Jäger
WB 3 Anselm Jäger
WB 4 Sebastian Walikewitz
WB 5 Fabian Lindemann
WB 6 Peter Niels
WB 7 Julian Firlus
WB 8 Larissa Kolakowski
WB 9 Lena Schäfer
WB 10 Nathalie Thiele
WB 11 Werner Hesse
WB 12 Andre Lunev
WB 13 Mathias Ostkamp
WB 14 Annika Thimm
WB 15 Chiara Streitberger
WB 16 Marie Horstmann
WB 17 Nico Scharf
WB 18 Kati Groß
WB 19 Laura Sett
WB 20 Noelle Jeschonnek
WB 21 Michel Reitzner
WB 22 Sabrina Lorenz

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