Es ist unvorstellbar aber wahr: An der gut ausgebauten Marler Straße gilt Tempo 50. In der benachbarten Siedlung „Klein-Herne“, insbesondere am Herner Weg, gibt es hingegen keine Tempobeschränkung. Michael Schwede, für DIE LINKE im Verkehrsausschuss, weiß aus eigener Erfahrung, wie brisant die Verkehrssituation hier ist. In Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit als Taxifahrer befuhr er kürzlich den Herner Weg, als ihm plötzlich ein Kind vor das Auto lief. „Glücklicherweise fuhr ich instinktiv mit Tempo 30, nur deshalb kam ich noch rechtzeitig zum stehen!“ So Schwede.
War Klein-Herne einst eine rein landwirtschaftlich genutzte Ortschaft, so ist hier im Wandel der Zeit eine Mischsiedlung entstanden. Viele Familien mit Kindern haben sich hier angesiedelt. Außerdem befindet sich am Herner Weg ein Reiterhof, der besonders für Kinder eine beliebte Freizeitstätte ist.
Ausflügler mit dem Rad nutzen die Straßen dieser Siedlung gerne als Abkürzung zum Kanal.
Michael Schwede mag gar nicht daran denken, was hätte passieren können, wäre er schneller gewesen. „Mit Tempo 50 hätte ich das Kind überfahren!“ Stellt er mit Erschrecken fest.
Anwohner fordern schon lange: Freiwillig langsam fahren! So steht es auf Schildern geschrieben, die in Eigenregie dort am Fahrbahnrand angebracht wurden.
„Hier muss gehandelt werden, ehe noch schlimmeres passiert!“ Meint Michael Schwede. Aus diesem Grunde soll die Verwaltung hier schnellstmöglich tätig werden.