Ansprechpartner für die Stadtteile

Brassert

Jürgen Flaisch

0177/5383060

juergen.flaisch@dielinke-marl.de

 

Drewer Nord

Claudia Flaisch

claudia.flaisch@dielinke-marl.de

 

Drewer Süd

Jens Lagemann

jens.lagemann@web.de

 

Hamm/Sickingmühle

Björn Sturies

bjoern.sturies@dielinke-marl.de

 

Hüls Nord

Werner Rejek

wernerrejek@t-online.de

 

Hüls Süd

Michael Schwede

0157/74983928

schwede_michael@web.de

 

Lenkerbeck

Bernd Hübner

bernd.huebner@marl.de

 

Sinsen

Manfred Burger

02365/388018

manfred1704@versanet.de

 

Stadtmitte/Alt-Marl/Polsum

Dr. Wilfried Kunstmann

kunstmann@efh-bochum.de

 
16. Februar 2010

Ortstermin Schacht 8 am 16.02.2010

Eingangsbereich
Kleine Halle
Neue Bühne
Theke und Küche
Große Halle
ebenfalls Große Halle
Werkstatt
noch einmal Werkstatt
Außengelände

Vertreten durch die beiden Ratsmitglieder und Mitglieder des Stadtverbandes hat DIE LINKE. Marl sich an diesem Tag einen Eindruck von der Situation vor Ort machen können.

Stephan Verrel und Gerd Schmidt von der Werkstatt Brassert beantworteten im Gespräch die Fragen der Gäste und führten sie durch die Hallen des Schacht 8 sowie über das Außengelände.

Dies alles wird momentan von der Werkstatt Brassert bewirtschaftet, die den nach seiner Schließung als Veranstaltungsort brachliegenden Schacht 8 vor ein paar Jahren übernommen hat, um hier die praktischen Arbeiten im Rahmen beruflicher Qualifizierungsmaßnahmen durchführen zu können. Ziel ist es dabei, Schacht 8 wieder zu dem soziokulturellen Zentrum zu machen, als das er ursprünglich gedacht war.

 

Die lange Zeit des Leerstandes bedeutete zunächst einen enormen Arbeitsaufwand und macht sich bis heute bemerkbar. Vandalismus, Diebstahl und illegale Müllentsorgung hatten dem Gelände sehr zugesetzt. Zuschüsse, die man von der Stadt erhalten hatte, wurden so zum größten Teil schon durch die Müllentsorgung aufgebraucht. Im Bereich der Gebäudetechnik fehlt es noch an vielem.

So gibt es immer noch viel zu tun, positive Ansätze sind aber schon sichtbar. So sind im Außengelände ein Spielplatz, ein Bauerngarten und ein Biergarten in Arbeit. Im Inneren des ehemaligen Schachtes wurden in einem kleinen Saal bereits eine Bühne und Stehtische errichtet. Die dazugehörige Theke mit Küche befindet sich im Aufbau. Die große Halle mit Bühne wurde früher bereits als Veranstaltungsort genutzt. Momentan sieht man ihr diese Vergangenheit kaum an. Wie auch weitere der Räume dient sie gegenwärtig als Werkstatt für die Ausbauarbeiten.

 

Das Potential des Ortes ist jedoch erkennbar und an Ideen mangelt es nicht. Grundsätzlich soll Schacht 8 wieder zu einem soziokulturellen Zentrum werden, das Platz für Initiativen, Vereine, Künstler usw. bietet. Auf dieser Basis soll sich auch das kulturelle Programm entwickeln, das aus eigenen Mitteln der Werkstatt Brassert nicht finanziert werden kann. 

DIE LINKE. Marl möchte zur weiteren Entwicklung konkret beitragen, indem sie Schacht 8 zukünftig als Ort für eigene Veranstaltungen nutzt. Aber auch darüber hinaus wünscht sie den Verantwortlichen und Aktiven viel Erfolg bei der Erreichung ihrer Ziele.

13. März 2009

TRAUER, WUT und TRÄNEN

Hertie in Marl ist seit heute endgültig Geschichte, die verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbrannten heute auf dem Creiler Platz ihre Einheitsarbeitskleidung als letzter Akt vor ihrer Arbeitslosigkeit.

Für die zum großen Teil langjährigen Mitarbeiter sind die Worte der Bürgermeisterin nur hohle Phrasen. Es ist eine Schande das es nach fast 36 Jahren zu so einem Ende kommen musste und die Marler Politik ist an dieser Entwicklung durch zweifelhafte Ansiedlungen von Einzelhandel auf der "grünen Wiese" nicht ganz unschuldig.

DIE LINKE.marl verurteilt aber auch den Karstadt Konzern für den rücksichtlosen Verkauf der "kleinen" Filialen an dubiose Investoren, die verbrecherische Heuschrecke für das gnadenlose Ausschlachten dieser Filialen und die Bundespolitik der letzten 10 Jahre die diese Heuschrecken erst ins Land gelassen hat und immer noch nicht begriffen hat das es diesen Investoren nur um Rendite geht koste es was es wolle!

Wir wünschen ALLEN ehemaligen Hertie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles Gute und viel Glück bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz

Aufschrei der Hertie Betriebsräten...UNTERSCHRIFTENAKTION!

29. September 2008

DIE LINKE. besucht Werkstatt Brassert

Eindrücke vor Ort sammelte eine Delegation der Linken in den Räumlichkeiten der Werkstatt Brassert.

Arbeit ist für jeden Menschen wichtig. Nur so kann er am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Darin waren sich die Vertreter der Linken und der Werkstatt Brassert einig.
Anlässlich eines Informationsbesuches in den Räumlichkeiten an der Zechenstraße diskutierten beide Seiten die Inhalte der aktuellen Arbeitsmarktpolitik in unserer Stadt.
Geschäftsführer Rolf Hentschke und Betriebsleiter Stephan Verrel stellten zunächst die Geschäftsfelder und Aktivitäten der gemeinnützigen Gesellschaft vor. Hier wurde schnell klar, dass mit der Einführung der Hartz-Gesetze der Anteil der 1-Euro-Jobber gegenüber den festangestellten Mitarbeitern stark anstieg.
“Dieses darf kein Dauerzustand werden,” gab der Stadtverbandsvorsitzende der Linken, Jürgen Flaisch, zu bedenken.
Aus Sicht der Linken müssen im öffentlichen Beschäftigungssektor vorrangig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen, die den Betroffenen nachhaltige Perpektiven eröffnen. Hierzu hat die Linke in ihren Arbeitskreisen zur alternativen Wirtschaftspolitik einige interessante Ideen entwickelt. Interessierte BürgerInnen sind aufgefordert, ihre Vorstellungen aktiv einzubringen.


23. August 2008

Ortstermin Sickingstrasse

Der Bericht dazu:

Ihre Ortsbegehung im August führte die LINKE.marl am Samstag in die Siedlung rund um die Sickingstraße. Zahlreiche Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihren Ärger loszuwenden und auf den maroden Zustand der Siedlung aufmerksam zu machen. In der Tat: Schlaglöcher soweit das Auge reicht, bröckelnde Bordsteine, lose und unebene Pflasterungen kennzeichnen den Straßenzustand. Fahrradfahrer laufen Gefahr, zu stürzen; Eltern mit Kinderwagen und ältere Menschen mit Rollator können die Straßen nicht mehr gefahrlos nutzen. Nicht ohne Grund dürfen Autofahrer beim Einbiegen in die Sickingstraße nur 10 km/h fahren; warum sie dann nach zehn Metern bei gleich schlechter Straßenlage schon 30 km/h fahren dürfen, verstehen die Anwohner nicht.

Bereits vor acht Jahren hat die Stadt den Bewohnern der Siedlung versprochen, die Mißstände zu beseitigen – geschehen ist bisher kaum etwas. Deshalb sind sie auch sauer auf die Bürgermeisterin, die ihnen erklärt hat, für die Ausbesserung der Sickingstraße sei kein Geld da. Ein Bewohner: „Ein paar hundert Meter von hier entfernt sollte ein Regenrückhaltebecken entstehen. Allein für die Planung und Messung wurden 30.000 € ausgegeben – jetzt sind über drei Jahre vergangen und man hat immer noch nicht mit dem Bau begonnen. Warum ist dafür Geld da und für uns nicht?“

Die Bewohner bemängelten auch, daß die Altglas- und Altpapiercontainer direkt neben dem Spielplatz stehen, so daß manches Papier und manche Scherbe auf dem Spielplatz landet. Vor allem ältere Menschen beklagten, daß der Vermieter – Evonik Immobilien – ihnen die Pflege der Vorgärten komplett überlassen hat. Ohne Hilfe könnten sie das gar nicht leisten, und die kostet Geld, was sie nicht haben. Alle Bewohner hatten den Eindruck, als würde Rat und Verwaltung ihre Aufmerksamkeit nur auf die Wohngegenden der Privilegierten richten, aber nicht auf die Siedlungen der normalen Menschen.

Die LINKE.marl hat alle Probleme genau notiert und wird in der nächsten Ratsperiode die Probleme der Sickingstraße auf die Tagesordnung setzen. „Stadtentwicklung bedeutet für uns auch, an den Problemstellen unserer Stadt zu beginnen und sie im Interesse der Bewohner zu sanieren. Von diesen Stellen gibt es in Marl viel zu viele. Wenn die LINKE in den Rat einzieht, werden wir das Sprachrohr der normalen Bewohner sein“, sagt Engelbert Maas (Stellvertr. Vorsitzender).

 

9. August 2008

Weiterer Ortstermin in Hamm

Jungtreff Pütt
Pütt 2
THS Haus
Lore
Realschule

Eine Ortsbegehung in Hamm unternahm eine Gruppe der LINKEN.marl am Samstag. Vorrangiges Ziel waren der Markt und die Schulgebäude. „Der Markt ist viel kleiner als früher“, erkärte verblüfft ein in Hamm aufgewachsenes LINKE-Mitglied. Nach Ansicht der Gruppe spiegelt sich darin leider die zurückgehende Attraktivität des Stadtteils wider.

Dazu trägt auch die Außenansicht der Günther Eckerland Realschule bei. „Allein schon das Schild und die Lore im Eingangsbereich sehen nicht einladend aus. Ich verstehe nicht, warum die Schüler und Lehrer nicht selbst aktiv werden“ (Dr. Wilfried Kunstmann)

Auch die Fassade des Gebäudes ist renovierungsbedürftig, da wäre allerdings die Stadt gefragt!?

Der verlassene „Pütt“ der AWO scheint nach Ansicht der LINKEN dem Verfall preisgegeben. Eingeschlagene Fenster und herumliegender Müll zeigen den Bewohnern von Hamm sinnfällig, dass es auf sie nicht ankommt. Hier wollen die LINKEN.marl gegensteuern.

Positiv bemerkbar macht sich das die THS vor Jahren ihre Wohnhäuser saniert hat, allerdings sollten die Verantwortlichen sich nicht darauf ausruhen. Erste dunkle Ansätze an einigen Fassaden deuten auf Feuchtigkeit hin, was für die Mieter nicht gerade gesundheitsfördernd ist.

„Wir werden in nächster Zeit weitere Ortstermine durchführen und mit den Menschen in Hamm diskutieren, wie die Lebenssituation in Hamm verbessert werden kann. Dadurch wollen wir mithelfen dem an sich schönen Stadtteil wieder ein besseres Gesicht zu geben“. (Jürgen Flaisch, Vorsitzender der LINKEN.Marl)

 

10. Juli 2008

Ortstermin in Sinsen

Fahrradstation
Schmierereien
Holperstrecke
Leerstände
Leerstände 2
Unschöne Aussicht

DIE LINKE.marl traf sich heute zu einem Ortstermin im Stadtteil Sinsen.

Beim Start am Bahnhof stellten wir fest das es nach wie vor für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen beschwerlich und ohne fremde Hilfe kaum möglich ist den Bahnsteig zu erreichen. Ein wenig Farbe könnte zudem für ein freundlicheres Erscheinungsbild sorgen. Wir hoffen das die Deutsche Bahn AG mit ihren angekündigten Investitionen da für Abhilfe sorgt. Nebenan in der Fahrradstation sieht es schon besser aus. Das Gebäude wertet die Umgebung deutlich auf. Entgegen verschiedener (auch unserer) Befürchtungen scheint, nach Aussage des Leiters, die Station gut angenommen zu werden. Um das unschöne Bild der „wild“ parkenden Fahrradfahrer zu vermeiden sollte von Seiten der Stadt überlegt werden ob die "Fahrradstützen" auf der anderen Straßenseite nicht entfernt werden können. Zu dem muss noch mal über die dortige Parksituation gesprochen werden. Die angelegt Parkmöglichkeiten sind wohl für den einen oder anderen zu weit vom Bahnhof entfernt, deshalb werden nach wie vor die Nebenstraßen zugeparkt.

Weiter ging unser Weg über die marode Bahnhofsstraße (Tempo 30) nach „Obersinsen“. Bei Gesprächen mit Anwohnern erfahren wir das immer mehr Geschäfte in ihrem schönen Stadtteil schließen und viele Leerstände zu beklagen sind. Es gibt beispielsweise keine Lebensmittelgeschäfte mehr in ihrer Siedlung. Deshalb ist es für die Menschen die nicht mobil sind (und das sind nicht wenige) immer schwieriger sich die Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen.

Das ist nach unserer Meinung eine klare Verfehlung der Marler Politik die es den Lebensmittelgeschäften und Diskountern ermöglicht auf „die grüne Wiese“ zu ziehen und somit ein Stadtteil unattraktiver wird.

Das könnte dazu führen das immer mehr Menschen (denen es möglich ist) in eine Umgebung ziehen wo ihre Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs besser ist.

7. Juni 2008

Ortstermin in der Ostpreussenstraße

eingestürzte Fassade (seit März 2008)
Außenansicht eines Hauses
Organisatoren des Ortstermins: Engelbert Maas und Manfred Burger

Ein voller Erfolg war der Ortstermin der LINKEN.marl am Samstag in der Ostpreussenstraße. Fünfzehn Mieterinnen und Mieter nutzten die Gelegenheit, ihre schlimmen Erfahrungen mit Vermieter und Verwaltung der ehemals schmucken Häuser darzustellen. So ist die Fassade eines Hauses seit Anfang März eingestürzt; bis heute hat der Vermieter nichts getan. Zahlreiche Wohnmängel von der kaputten Heizung bis zu Wasserschäden nerven die Bewohner, aber kümmern die Verwalter nur in seltenen Fällen. Die letzte Außenrenovierung liegt zwanzig Jahre zurück; eine neue wäre dringend erforderlich. Die ganze Siedlung, so sagte eine Mieterin unter dem Beifall der anderen, verkommt zusehends. Daraus folgen zahlreiche Leerstände, die anscheinend die Investoren nicht kümmern. Da über die Besitzverhältnisse nichts bekannt ist, vermuten einige, hier werde eine ganze Siedlung dem Verfall preisgegeben, um später eine Neubausiedlung zu errichten.

Konkret wollen nun die Mieterinnen und Mieter aktiv werden und kurzfristig eine öffentliche Mieterversammlung veranstalten, zu der auch die regionalen Medien eingeladen werden. Auf der Versammlung sollen die vielfachen Klagen gesammelt werden. Dann sollen Aktionen geplant werden, um wenigstens die schlimmsten Mängel zu beseitigen. Mit einer Bürgeranfrage soll der Rat der Stadt Marl informiert und um Unterstützung gebeten werden. Die LINKE.marl unterstützt die Mieter bei ihrem Kampf um eine ordentliche Wohnung.

„Ich habe eine Heizung, die nur mit einer Zwinge zusammengehalten werden kann. Da sagt der Verwalter: na, die funktioniert doch, was wollen Sie denn? Wir fühlen uns richtiggehend verarscht. Wenn man beim Verwalter anruft, ist entweder keiner da oder man wird abgebügelt. Briefe werden nicht beantwortet, aber die Miete wird fleissig abgebucht. Und das Wohnumfeld wird immer schlimmer.“ (Mieterin Ostpreussenstraße, Name bekannt)

„Hier läßt man einen ganzen Stadtteil systematisch verkommen. Anonyme Investoren setzen sich über die Bedürfnisse der Menschen hinweg. Früher war die Ostpreußenstraße eine Mustersiedlung, heute ist sie zum Sanierungsfall geworden. Die Politik muß hier endlich einmal hinschauen und sich für die Mieterinnen und Mieter einsetzen.“ (Engelbert Maas, Stellv. Vorsitzender DIE LINKE.marl)

29. März 2008

Ein Rundgang durch das städtebauliche Juwel unserer Stadt

Kunstinteressierte Besucher Marls können nach dem Glaskasten und seinen Skulpturen ein weiteres Highlight zeitgenössischer Kultur bestaunen: die ehemalige Busplatte und den Bahnhof Marl-Mitte. Hier findet sich ein Parcour, den es in anderen Städten in seiner Kompaktheit so nicht gibt. Der durchgängige architektonische Stil nennt sich NeoDesolation und zeigt eindrücklich die Trostlosigkeit unseres irdischen Daseins. Man muss unserer Bürgermeisterin danken, daß sie unter dem Motto „Unsere Stadt soll schöner werden“ ein solches Kunstwerk schaffen ließ. Wir schlagen vor, die gesamte Fläche unter Denkmalsschutz zu stellen und in Uta-Heinrich-Platz (Weltkulturerbe) zu benennen.

Um einen kleinen Eindruck von dieser erschlagenden Kunst zu vermitteln, haben wir eine Fotostrecke eingestellt, die vom Marler Stern bis zum Bahnhof und zurück reicht.

15. März 2008

Marl Mitte

Am Samstag, 15.03., hat der Vorstand der LINKE.Marl eine Begehung der Busplatte und des Bahnhofs Marl-Mitte durchgeführt. Die vielen Klagen der Bevölkerung werden durch die Realität noch übertroffen – die hochgestochene Planung führte in ein städtebauliches Desaster.

Der Zugang vom Marler Stern führt an mehreren Leerständen vorbei auf einen Betonplatz, der den Charme der 60er Jahre verströmt. An weiteren Leerständen vorbei führt der Blick auf die breite Kaufland-Ziegelwand, die drohend den Blick versperrt. Massive Stahlstelen prägen nun die ehemalige Busplatte, auf der kein Grün die Menschen anspricht. Gelangt man an der neuen Bushaltestelle vorbei zum ‚Bahnhof‘ Marl-Mitte, wirkt der wie ein metallisch eingefasster Schmuddelplatz. Einziger Lichtblick ist der rote DB-Ständer, auf dem auch das Signet der Stadt Marl eingraviert ist – sie übernimmt damit auch die Verantwortung für die unsägliche Kargheit dieses ‚Bahnhofs‘. Rollstuhlfahrer und Kinderwagen müssen einen Riesenumweg unternehmen, um auf den Bahnsteig zu gelangen.

Die LINKE.Marl fordert eine breite Diskussion in der Bevölkerung – Besucher und Anwohner – darüber, wie die schlimme Situation zwischen Stern und Bahnhof menschenwürdig verändert werden kann. In der Zwischenzeit muß der Platz sofort begrünt werden, um wenigstens einige Lichtblicke zu schaffen.

„Das ist ein wunderbarer Platz für Betonfetischisten“, urteilte ein Vorstandsmitglied.

Wir müssen uns nicht wundern, wenn Jugendliche zur Randale neigen – wer hier lebt und sich hier trifft, erlebt baulich jeden Tag die Kälte einer unsozialen Gesellschaft. Da hilft kein Jugendzentrum oder zugehende Sozialarbeit, da hilft nur eine grundlegende Erneuerung.
Für uns sind das klare Folgen der unseligen Bahn-Privatisierung. Geld wird nur noch in hochrentable Strecken und Bahnhöfe gesteckt, während die Bedürfnisse der Bevölkerung keine Rolle mehr spielen.

Jürgen Flaisch, Vorsitzender der LINKEN.Marl